Info über Digitaladapter

Der Digitaladapter (ein optischer Sklavensensor)

Digitaladapter 2 für Sea&Sea bzw. für Nikonos Stecker


Was ist der Digitaladapter und welche Vorteile bringt er?

Der Digitaladapter wird an das Blitzsynchronkabel angeschlossen und von außen am Unterwassergehäuse so vor dem internen Blitz der Kamera angebracht, dass er vom eingebauten Blitz der Kamera angestrahlt wird.

Wie funktioniert der Adapter und warum werden die Bilder richtig belichtet, wenn doch bei meiner Digitalkamera überhaupt kein externer Blitz vorgesehen ist?

Erkennt die Elektronik des Digitaladapters den steilen Helligkeitsanstieg durch den Blitz der Kamera, so löst dieser den Zusatzblitz aus. Sobald der Kamerablitz wieder aus ist, schaltet auch der Digitaladapter den Zusatzblitz wieder aus. Dies geschieht so schnell, dass es vom Auge nicht zu erkennen ist.

Die Lichtmenge bei einem Fotoblitz wird nur über die Leuchtdauer des Blitzes geregelt. Eine Helligkeitsregelung der Blitzröhre findet nicht statt, denn sie ist bauartbedingt festgelegt. Das menschliche Auge unterscheidet die Helligkeiten jedoch durch die Lichtfarbe, daher erscheint ein Blitz, der im Blaubereich > 5400-5700 Kelvin blitzt heller, als ein Blitz der im Rotbereich 4500 - 4800 Kelvin blitzt.

Handelsübliche Digitalkameras haben Blitzbrennzeiten von einigen 10µs (1/1.000.000 sek) bis zu ca. 0,5ms (1/1.000 sek). Die Methode zur Ermittlung der Brenndauern ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Zur Übersicht die 3 häufigsten Techniken:

Manuelle Blitzauslösung:
Einige Kameras feuern ihren internen Blitz immer in voller Leistung ab und regeln die Empfindlichkeit des CCD-Sensors entsprechend. Dies führt dazu, dass auch der externe Hauptblitz für die gleiche Zeit brennt. Eine Regelung der Blitzleistung durch den Digitaladapter findet nicht statt, ein manuell einstellbarer externer Blitz kann jedoch auch hier gute Ergebnisse liefern. Diese stromfressende Technik wird in Digitalkameras aber schon lange nicht mehr verwendet.

Sensor-Blitzen:
Eine häufige Methode bei digitalen Kameras ist ein Lichtsensor, der während des Blitzes die Helligkeit mißt und den internen Blitz - bei ausreichender Beleuchtung - wieder abschaltet. Dieser Abschaltvorgang wird vom Digitaladapter erkannt und innerhalb 4-6 µs wird auch der Hauptblitz wieder gelöscht. Die Kamera entscheidet, wenn es genug Licht war. In Verbindung mit manuellen Einstellmöglichkeiten an der Kamera (+/- EV), gelingt nun nahezu jedes Foto. Die Funktion ist natürlich mit einer Vorblitz-Unterdrückung kombinierbar. Hier gelten die gleichen Beziehungen wie beim Vorblitz-Blitzen, nur dass hierbei jedoch auf einen Vorblitz verzichtet wird und die Lichtmege wirklich "on the fly", also während der Aufnahme gemessen wird, z.B. Panasonic, Fuji oder Leica.

Vor-/ Messblitz:
Ein fest definierter Vorblitz beleuchtet die Szene. Aus der Helligkeit des reflektierten Lichtes berechnet die Kamera, die für den Hauptblitz erforderliche Lichtmenge/Blitzbrenndauer. Einige tausendstel Sekunden (ms) später wird dann der Hauptblitz gezündet und das Foto belichtet. Der Digitaladapter kann sowohl den Messblitz als auch den Hauptblitz mit dem externen Blitz wiedergeben. Die Kamera kann sich auf das Zusatzlicht vom externen Blitz einstellen und wird dies beim Hauptblitz entsprechend berücksichtigen. Der Kamera wird eine hellere Szene vorgespielt, da sie ja nichts von dem externen Zusatzblitz weiß. Dies ist die verbreitetste Technik bei Digitalkameras und hier kann der Digitaladapter seinen vollen Nutzen bringen!

Beispiel:
Bei den verbreiteten Olympus-Kameras mit Vorblitzfunktion, z.B. die 4040, 3040 oder 5050, beträgt die Blitzdauer von Mess- und Hauptblitz ca. 100 ms. Innerhalb dieser Zeitspanne muß der große externe Amphibienblitz also einen ca. 60-80us langen Vorblitz sowie einen bis zu 200us langen Hauptblitz abgeben. Dies erledigen alle Sea&Sea YS50/...TTL, Ikelite 50 oder Nikonos SB105 problemlos, da der Messblitz ja nur eine geringe Leistung benötigt. Der Digitaladapter hat mit diesen Anforderungen überhaupt keine Probleme! Er erkennt zwei Blitze auch im Abstand von weniger als 10 us problemlos! Vorblitzkameras verwenden den Vorblitz oder Messblitz um die Brenndauer für den Hauptblitz zu ermitteln. Die Lichtmenge (Helligkeit) wird durch einen Sensor an der Kamera oder auch (wie beim "klassischen" TTL) auf der CCD-Chipebene, also durch das Objektiv, gemessen. Einfach gesagt: Kommt viel Licht vom immer gleich langen Vorblitz vom Objekt zurück, muss der Hauptblitz entsprechend schwächer (kürzer) sein. Die Kameraelektronik steuert so die richtige Blitzbelichtung.

Der limitierende Faktor ist die Pause zwischen Vor-( Mess) und Hauptblitz ( Belichtungsblitz ), ist diese zu kurz, so ist der Amphibienblitz nicht inder Lage nochmals zu zünden. Moderne Blitze haben einen IGBT Schaltbaustein der im nanno-Sekundenbereich schalten kann und zudem noch hohe Spannungen verträgt, denn eine Blitzröhre arbeitet mit hoher Spannung: Zündung 8 -11000 Volt und brennt mit ca. 260 -400 Volt. Die Kameras arbeiten mit sehr kleinen (kurzen) Stabblitzröhren, die eine sehr hohe Lichttemperatur haben und sehr schnell reagieren können (Schaltzeiten). Die UW-Blitze, die in der hohen Leistungsklasse dagegen mit großen Ringblitzröhren ausgestattet sind, sind daher recht träge und haben Brennzeiten, die teilweise länger sind als die Verschlusszeiten der Kameras. So erweisen sich Lichtkanonen für die Digitalkameras oft als weniger geignet. Als Beispiel: Die Olympus C50 hat eine Pause von 50 ms, die C5050 von 130 ms, so erklärt sich, dass ein Blitz mit der 5050 funktioniert aber mit der C50 nicht...............Wir arbeiten an einer Liste, die die Möglichkeiten der Blitze mit den Bedingungen der Kameras darstellt .

Eine genauere technische Beschreibung finden Sie bei Matthias Heinrichs

1 ns = nano = 1/1.000.000.000 Sekunde ; 1 µs = micro = 1/1.000.000 Sekunde ; 1 ms = milli = 1/1.000 Sekunde

 

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